Meine Schlafgewohnheiten

Ich verbringe nur relativ wenig Zeit im Liegen. Die Natur hat sich einen Trick ausgedacht, so dass meine müde Beine mehr Ruhezeit kennen: Schildern, d.h. ich stelle einen Hinterhuf wie ein Schild auf die Spitze. Mein Hinterbein kann mittels meiner raffiniert konstruierten Muskeln und Knochen mein ganzes Gewicht tragen, ohne jede Muskelanspannung! So ruht mein anderes Hinterbein aus und ist etwas angewinkelt, angezogen und die Hufspitze ruht auf dem Boden. Mit meinen Vorderbeinen funktioniert dies aber nicht!

Bei mir lassen sich viele Abstufungen zwischen hellwacher Anspannung und Tiefschlaf beobachten. Ich kenne keine durchgehende nächtliche Schlafperiode. Ich nutze alle Ruhepausen für mehr oder weniger intensive Nickerchen:

  1. Ausruhen: Schildern und immer in voller Fluchtbereitschaft
  2. Dösen: Ich stehe mit gesenktem Kopf und Hals, die Augen sind halb geschlossen, die Ohren hängen auf Halbmast, ganz entspannt zur Seite, ich atme tief und regelmäßig. Oft ist mein Hinterbein schildernd angewinkelt. Oft fällt auch mein Schlauch vor. Meine Sinnen sind aber stets empfangsbereit.
  3. Ruhen in der Brustlage: Ich liege auf meinem Bauch und mit angezogenen Beinen. So kann ich vom Dösen und einem leichten Schlaf wechseln. Wenn ich döse, dann setze ich meinen Kopf nicht auf den Boden und schließe meine Augen nicht. Dämmere ich in den leichten Schlaf, dann wird mein Maul aufgesetzt, so dass Kopf und Hals nicht mehr frei getragen werden müssen. Meine Augen schließe ich, mein Atem wird ruhig und regelmäßig. Aber ein leichtes Geräusch würde mich blitzschnell wieder auf die Beine bringen.
  4. Tiefschlaf: Lang liege ich nun da auf meiner Seite. meine Beine sind weit von sich gestreckt, Kopf und Hals bequem auf dem Boden ruhend. Manchmal scheine ich auch zu träumen. Phasenweise zucken meine Beine, bewegen sich meine Augen unter den geschlossenen Lidern unruhig, ich stöhne leise oder ich schnaube. So erhole ich mich am besten. So schlafe ich allerdings nur 15 bis 20 Minuten. Dann erwache ich wieder, rolle mich in die Brustlage, springe auf, schüttele mein Fell und schnaube noch einmal zufrieden ab.

Ich lege mehrmals täglich, tagsüber und nachts kurze Tiefschlafphasen ein. Ich bleibe auch ruhig liegen und habe nichts dagegen, wenn meine Besitzerin sich zu mir gesellt.

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