Meine Sprache:
Ich spreche "horsetongue"!
Meine Sprache ist viel leiser als die Menschensprache. Ich begrüße meine Besitzerin mit einem leisen Gebrummel! Ich spreche auch mit meinen Ohren. Meine Ohren signalisieren auch in welcher Stimmung ich bin, oder worauf ich mich gerade konzentriere. Wenn ich meine Ohren anlege - ich drücke sie rückwärtig flach an meinen Kopf, so dass sie kaum noch sichtbar sind - dann zeige ich meinen Unwillen, mein Dominanzstreben vor allem, wenn ich Futter bekomme.

Mein Maul sagt auch etwas aus. An meiner Maulpartie läßt sich gut ablesen, ob ich momentan entspannt bin, schlechte Laune habe oder gar Schmerzem habe. Bei guter Stimmung ist mein Maul weich, entspannt und beweglich, bei schlechter Laune ist mein Maul angespannt und fest. Schmerzen lassen sich auch an meiner Nasenspitze ablesen: Meine Nüstern sind verkniffen, das Maul völlig verspannt, meine Zähne aufeinander gepresst.

Ich beweise meiner Besitzerin meine Zuneigung, wenn ich ganz leise seufze, verhalten schnaube, meinen Kopf und Hals mit halbgeschlossen Augen leicht senke, wenn sie mich krault.

Man kann mich mit intensiven Schmuseeinheiten erfreuen! Werde ich gekrault, dann zeige ich oft das sogenannte Putzgesicht: Meine Oberlippe wird lang und länger, meine Augen können halb geschlossen und verdreht werden, manchmal lehne ich mich sogar an meine Besitzerin an.

Ich liebe es auch, wenn meinen Po gewaschen wird - ich glaube mit Babywaschtücher - dann halte ich schon meinen Schweif in die Höhe! So sage ich: "Es tut mir gut!" Wenn ich mit meinen Hufen scharre, dann sage ich: "Oh, gib mir doch bitte mal etwas zu fressen!" Oder ich scharre die Oberfläche des Bodens in der Halle weg und signalisiere so, dass ich mich wälzen will.

Mit meinem Hals und Kopf sende ich auch Signale aus. Mit meinem Kopfschütteln vertreibe ich die Mücken. Wenn ich mit meinem Kopf oder Nase stupse, will ich z. B. erreichen, dass ich mein Futter bekomme.

Und mein Schweif: Ich spreche mit meinem Schweif! Er ist lang, dick und schwarz und meine Waffe gegen diese unerträglichen Mücken - wie ich sie hasse; Gott sei Dank gibt es Knoblauch! - "Haut ab, ihr Viehchen!"

Mein Schweif hebt und senkt sich wie eine Nadel eines Seismographen. Wenn ich mein Schweif hoch trage, dann bin ich aktiv, wachsam und voller Tatendrang. Ein schlaff herunterhängenden Schweif bedeutet Schläfrigkeit, Erschöpfung, Schmerz, Angst und Unterwürfigkeit. Wenn ich meinen Schweif ganz fest an meinen Körper presse, dann signalisiere ich, dass ich müde bin. Wenn ich angespannt bin, versteift sich meine muskulöse Schweifrübe und mein Schweif steht wie eine Rute von meinem Hinterteil ab: "So, jetzt bin ich der Boß und renne, wie ich Lust danach habe!" Wenn ich wütend bin, dann kann ich seitlich peitschen, aber ich tue es sehr selten, nur dann, wenn mein Schweif gelesen wird, und die Mücken sind auch da, und es dauert zu lange, dann muss ich doch meinen Schweif benutzen!

Wenn man meinen Wortschatz unterteilt, dann kommt man auf 5 Wörter:

  1. Das Schnauben

    Wenn ich mich hin- unf hergerissen fühle zwischen Neugier und Angst, dann schnaube ich - nebenbei putze ich damit auch noch meine Nase! Das Schnauben ist nur in einem Umkreis von 50 Metern zu hören und es ist ein reiner Nasenlaut. Ich schließe mein Maul und schicke einen kräftigen Atemstoß durch meine Nase. Meine Nüstern vibrieren dabei.

  2. Der Schrill-Laut:

    Dieser ist ein defensives Signal: "Rück mir nicht näher!" Dieser Laut ist bei voller Stärke im Umkreis von etwa 100 Metern zu hören. Mein Maul ist geschlossen, aber die Maulwinkeln sind bisweilen ein wenig geöffnet.

  3. Das Wiehern:

    Wiehern ist ein tiefer, tremolierender Kehllaut. Ich meine damit: "Hallo, seid ihr endlich da!" Dieser Laut ist im Umkreis von 30 Metern hörbar. Wenn ich auf Turnier bin und ein Stallgenosse wird in der Ferne aufgespürt, dann wiehere ich und meine damit: "Komm doch her!"

  4. Das Röhren:

    Wenn ich sehr erregt bin, oder Angst oder Wut verspüre, dann röhre ich d.h. ich schreie in hoher Tonlage. Aber dies kommt selten vor.

  5. Das Blasen:

    Blasen ist Schnauben ohne Tremolo. Es ist ein einfaches, nasales Luftausstoßen. Ich will damit sagen: "Was gibt es? Mir geht es gut. Schön, dass ihr da seid!"

Wenn ich zu Menschen spreche, benutze ich also meine Augen, Ohren, Nüstern, Maul und Körperbewegungen:

  • Gespitzte Ohren = Ich bin aufmerksam!
  • Hängende Ohren = Ich döse gerade.
  • Etwas zurückgelegte Ohren = Ich hab ein wenig Angst ...
  • Angelegte Ohren = Ich mag dich nicht!
  • Geweitete Nüstern = Oh, was ist passiert?
  • Hängende Unterlippe = Ich find es gemütlich ...
  • Lange Oberlippe bei geschlossenem Maul und engen Nüstern = Ah, das Bürsten hier tut mir wohl!
  • Geöffnetes Maul, Zähnezeigen = Gleich beiß ich zu!
  • Enge Nüstern, fest geschlossenes Maul = Ich ekele mich!
  • Zeigen des Hinterteils und Anheben des Hinterbeins = Pass auf, gleich knallt es!
  • Aufgestellter Schweif = Mein Güte, hier ist was los, ich bin aufgeregt!
  • Entspannt hängender Schweif = Ich döse noch eine Runde ...
  • Eingeklemmter Schweif = Ich hab Angst und werde mich auch verteidigen!
  • Schwingender Schweif = Ich arbeite gern mit!

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