Pferdefleisch - mein Fleisch:
NEIN

Ich werde dich eines Tages verlassen

... gib mir einen schnellen Tod,
bleibe bei mir, meine Freunde, bis zum letzten Atemzug

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Ein Schlachtpferd bin ich nicht. Mein Pferdefleisch wird keiner genießen!
... obwohl Pferdefleisch als sehr nahr- und schmackhaft bezeichnet wird.

Im Jahre 732 untersagte es derPapst Gregor III, Pferdefleisch zu essen.

In der Altsteinzeit aßen menschliche Vorfahren in reichlichem Maße Pferdefleisch, was Knochenfunde aus Höhlen belegen.

In der Neusteinzeit schätzte man Pferde zunehmend als Arbeitstiere, man verarbeitete das Fell zu Kleidung oder Dachmaterial, die Knochen und Hufe zu Werkzeugen oder Schmuckstücken, die Stutenmilch wurde getrunken.

5000 Jahre lang waren Pferde in erster Linie Last- und Tragtiere. Sie machten den Menschen mobil.

In vielen heidnischen Religionen wurde das Pferd zum Opfertier. Der Genuß von Pferdefleisch wurde als gottlos und teuflisch gebrandmarkt. So nahm das noch heute geltende Tabu seinen Anfang.

Die Kelten widersetzten sich diesem Verbot. Noch im 12. Jahrhundert wurde bei der Krönung eines irischen Königs Pferdefleisch gegessen.

In der christlichen Welt starb die heidnische Vorliebe für das Pferdefleisch nach und nach aus. Auch andere Religionen verboten wie z. B. Buddha den Genuß von Pferdefleisch.

Im Viktorianischen England versuchte die Regierung den Genuß von Pferdefleisch wieder salonfähig zu machen. Die Unterernährung und Epidemien beim Rinderbestand bewogen die Behörden hierzu - und Pferdefleisch war billig zu haben.

Aber es gelang nicht das Pferdefleisch wieder einzuführen. Lediglich in Frankreich und Belgien konnten sich pferdefleischbegeisterte Feinschmecker etablieren.

Gott sei Dank sind meine Artgenossen und ich heute enge Haustiere, wie Hunde und Katzen. Wir sind Gefährten und keine Genußmittel.

Wir sind treu und wollen mit dem Gnadenbrot belohnt werden. Auch BSE und Seuchen sollen nichts daran ändern können.

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